Für manche Kunden kommt ein Exchange Server aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Ein Google Kalender ist nach eingehender Prüfung zwar einfach zu nutzen, aber für viele Anwendungsfälle zu cloudlastig.

Wir bieten in solchen Fällen günstige IMAP Konten an. Die funktionieren mit allen mobilen Endgeräten, es gibt ein Webinterface und hervorragende Open Source Mailclients.

Nur die Kalenderfunktionalität lässt sich nicht so einfach abbilden. Nach der expliziten Frage eines Kunden haben wir folgenden internen Testaufbau zusammengestellt:

Die Termine werden zentral auf einem CalDAV Server gespeichert. Wir verwenden für den Server die Software Radicale, die einfach zu installieren und kompatibel mit vielen CalDAV Clients ist. Auf dem Server haben wir ein SSL Zertifikat installiert und die .htaccess Authentifizierung aktiviert. Das stellt sicher, dass die Daten verschlüsselt übertragen werden und nur authentifizierte Benutzer auf jeweils ihren Kalender zugreifen können.

Am PC erfolgt die Terminverwaltung mittels Thunderbird-Plugin “Lightning”. Hier lassen sich beliebige CalDAV Server eintragen, auch mehrere pro Benutzer. Der Umgang mit Lightning ist zugegebenermaßen nicht so einfach wie mit Outlook, - funktioniert aber einwandfrei. Eingetragene Termine werden direkt auf dem Server gespeichert, auch einen Offline-Modus gibt es.

An den Android Mobilfunkgeräten nutzen wir die F-Droid Software aCal. Diese ist zwar nicht wirklich komfortabel zu bedienen, erfüllt aber das Kriterium “Free and Open Source” und synchronisiert anscheinend problemlos in beide Richtungen. Alternativ gibt es noch weitere Android-Apps, die Termine synchronisieren - leider sind diese jedoch nicht Open Source verfügbar.

Fazit: Der Bedienkomfort ist bei den exklusiven Google und Microsoft Produkten deutlich höher als bei den CalDAV Lösungen. Das gilt sowohl für den Benutzer als auch für den Administrator. Nutzbar sind die Open Source Lösungen jedoch allemal.